Als vierte Prager Brücke flussabwärts der Moldau gilt die Eisenbahnbrücke. Bemerkenswert ist, dass sie eigentlich keinen offiziellen Namen hat. Die allgemeine Bezeichnung „Eisenbahnbrücke“ hat sich so eingebürgert, dass sie zum Eigennamen wurde. Nach ihrem Standort wird sie manchmal auch „Vyšehrad-Brücke“ genannt.
Die Eisenbahnbrücke verbindet die Bahnstrecke vom Bahnhof Smíchov zum Hauptbahnhof. Zugleich verbindet sie die rechtsufrige Výtoň unterhalb von Vyšehrad mit dem linksufrigen Smíchov. Ihr Vorgänger an dieser Stelle war eine eingleisige Brücke. Mit drei Pfeilern und fünf Bögen maß sie 196,3 m und bestand bereits aus Stahl.
Die heutige Brücke stammt aus den Jahren 1900-1901 und ist zweigleisig. Sie besteht aus drei Trägern mit einer Spannweite von 69,9 m und einer Breite von 8,1 m. An beiden Seiten sind außerdem Fußwege angebracht. Interessant ist, dass Fußgänger im Jahr 1939, als in Prag der Rechtsverkehr eingeführt wurde, auf dieser und weiteren Moldaubrücken den linken Gehweg benutzen mussten.
Überlegungen, die heutige Brücke vollständig durch eine neue zu ersetzen, gibt es seit längerer Zeit, doch eine konkrete Entscheidung steht noch aus. Vorteil einer neuen Brücke wäre, dass sie nicht nur Zügen, sondern auch Autos, Fußgängern und Radfahrern dienen könnte. Offen bleibt, wann, wie und ob dieses Vorhaben überhaupt umgesetzt wird.
Zur Eisenbahnbrücke gelangen Sie bei einigen unserer längeren Fahrten, etwa bei der großen Pragrundfahrt oder bei der Dinnerfahrt. Wählen können Sie dabei aus den Schiffen und Dampfern unserer Flotte.




