Palacký-Brücke

Die Palacký-Brücke ist, flussabwärts gezählt, die fünfte Prager Brücke über die Moldau. Zugleich ist sie die drittälteste Brücke und die dritte Steinbrücke Prags, neben der Karlsbrücke und der Legionenbrücke. Sie kann auch eine Erstleistung vorweisen: Erstmals in Prag wurde beim Bau die Technik der Caisson-Gründung für die Pfeiler eingesetzt.

Ihr Bau wurde durch die Entwicklung des industriellen Smíchov notwendig. Die Arbeiten begannen 1876 und wurden zwei Jahre später abgeschlossen. Das Projekt im Stil der Neorenaissance entwarfen der tschechische Ingenieur Josef Reiter und der Architekt Bedřich Münzberger. Die Brücke misst 228 Meter und besteht aus 7 Segmentbögen. Für den Bau wurden Granitquader unterschiedlicher Farbe verwendet. In den Jahren 1950-1951 wurde sie repariert und auf knapp 14 Meter verbreitert.

Ende des 19. Jahrhunderts schmückten 4 Figurengruppen von J. V. Myslbek mit Themen aus der tschechischen Mythologie die Brücke. Sie wurden gegen Kriegsende bei Luftangriffen beschädigt und nach 1945 nach Vyšehrad in die Vyšehrader Gärten versetzt, wo sie bis heute zu sehen sind. Über die Brücke führte eine zweigleisige Straßenbahnstrecke, Autos fuhren einspurig in eine Richtung. Anfangs nannte man sie Steinerne Brücke nach Smíchov oder Podskalí-Brücke, seit 1878 trägt sie den Namen Palacký-Brücke nach dem tschechischen Historiker, Schriftsteller und Politiker František Palacký.

Unter den Bögen der Palacký-Brücke können Sie an Bord unserer Schiffe und Dampfer hindurchfahren.

pragueconventionKomoracamic.kudyznudyivarcs